Offene Kommunikation verbessern im Klientengespräch

Offene Kommunikation verbessern im Klientengespräch

Im Umgang mit deinen Klienten ist es wichtig offen zu sein und ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen. Dabei tust du dir einen großen Gefallen, wenn du deine Kommunikation verbessern willst und dich regelmäßig im Klientengespräch übst.

Kommen dir folgende Fragen bekannt vor?

  • Wie schaffe ich es einen Kundenstamm aufzubauen mit Klienten, die regelmäßig zu mir kommen und mich auch richtig gerne weiterempfehlen?
  • Wie schaffe ich es Klienten an mich zu binden? 
  • Wie könnte ich mich von meiner Konkurrenz abheben, so dass meine Kunden unbedingt von mir massiert werden wollen und in meine Praxis kommen?

Da ich diese Fragen immer wieder gestellt bekomme, möchte ich ihnen einen ganzen Beitrag widmen und dir zeigen, wie du Schritt-für-Schritt deine Kommunikation verbessern kannst und ein Klientengespräch führst, das verkauft und Lust auf mehr macht. Ich zeige dir, wie der Ablauf eines erfolgreichen Klienten-Gesprächs im Rahmen der Individuellen Massage aussieht. Mit diesen Tipps kreierst du die Basis, damit dich deine Kunden weiterempfehlen und gerne wieder zu dir kommen.

rebalancing-massage-ausbildung, kommunikation verbessern, sabine zascheZunächst gibt es drei Dinge, die ich dir wärmstens empfehle zu beherzigen, um treue und zufriedene Kunden zu gewinnen, als Basis für deinen erfüllenden Massage-Beruf:

  1. Kläre für dich WARUM du tust, was du tust. 
  2. Habe eine FUNDIERTE MASSAGE-AUSBILDUNG in der Tasche.
  3. Beziehe KÖRPER, GEIST UND SEELE in deine Massage mit ein.

ZIEL: Dein innigster Wunsch für deine Klienten sollte sein, dass sie ihre tiefsten Wünsche rundum die Massage mit deiner Hilfe herausfinden und dann mit deiner ganzheitlichen Massage-Arbeit erreichen.

Deine Kunden spüren deine innere Haltung. Frage dich daher: Habe ich aufrichtig LUST mit Massage zu arbeiten? Dir ein Massage-Business aufzubauen, was dir zutiefst Freude bereitet. Wenn ja, dann überprüfe dein WARUM. Frage dich, was dich beflügelt, das zu tun was du tust. Spüre die Leidenschaft für deinen Massageberuf. 

Kommunikation verbessern im Klientengespräch

Überlege: Was ist es, dass meinen Klienten wiederkommen lässt? Was braucht er?

rebalancing-massage-ausbildung, kommunikation verbessern, sabine zascheFinde gemeinsam mit deinem Klienten den Grund heraus, der z. B. hinter den Nacken- oder Rückenschmerzen steht. Indem du offene Fragen stellst, die deinem Gegenüber Raum geben sich selbst zu betrachten und zu erforschen. Lasst euch gemeinsam präsent und aktiv lauschen, um zu hören, was die Körperintelligenz sagt. Baue mit deiner wertschätzenden und liebevollen inneren Haltung Vertrauen auf zu deinem Klienten auf, so dass er sich wohl fühlt und bereit ist sich zu öffnen. Du eröffnest damit einen Raum, indem sich dein Klient entfalten kann, um in seine innere Kraft und Größe zu wachsen. Sei bereit deinem Klienten aktiv zuzuhören, um zu erfahren, was er von dir braucht. Damit er am Ende zutiefst glücklich aus deiner Praxis rausgehen kann. Vermeide diesen Fehler: Erahnen zu wollen, was du glaubst, was dein Klient brauchen könnte. Du kennst vielleicht diesen Anspruch an dich, aber ich empfehle dir, dich davon loszulassen:

1. Ist das viel zu anstrengend.
2. Können wir nicht erahnen was ein anderer Mensch braucht.
3. Bremst dieses Erahnen-Wollen das eigene Wachstum.
4. Hindert es nachhaltigen Ausgleich zu erfahren, weil die Bewusstwerdung keinen Raum bekommt.

Es ist wichtig auf ganzheitlicher Ebene (Körper, Geist und Seele) zu verstehen, inwiefern die persönliche Geschichte mit dem Körper zusammenhängt. Entdecke, welche Körperhaltung aus der persönlichen Geschichte resultiert (z. B. wenn ich mich klein und unsicher fühle, sind die Schultern nach vorne geneigt und der Kopf hängt nach unten). Jeder Mensch ist einzigartig und hat individuelle Stärken, Schwächen und Beschwerden. Deswegen ist es wichtig, dass du jeden Klienten ganz wertfrei betrachtest und individuell berätst. Eine maßgeschneiderte Massage und das Gefühl vollkommen für sie da zu sein, werden deine Klienten spüren und zu schätzen wissen.

Kommunikation verbessern im Klientengespräch in 10 einfachen Schritten:

1. Herzliche Begrüßung: Empfange deinen Klienten mit „offenen Armen“ und zeige ihm, dass du dich freust ihn/sie zu sehen. Drücke es aus und meine es aufrichtig: Ich freue mich, dass du da bist. 

2. Etwas Smalltalk: Ein wenig Geplauder hilft einander zu beschnuppern und um zwischen den Zeilen lesen, wie der andere tickt. Frag vielleicht: Hast du gut hierhin gefunden? Schwing dich in diesem ersten Kontakt auf deinen Klienten ein.

rebalancing-massage-ausbildung, kommunikation verbessern, sabine zasche3. Empfinden: Frag nach, wie es deinem Klienten geht. Wie gerade sein Befinden ist, um ihn noch ein Stückchen tiefer ankommen zu lassen: Bei sich, mit dir und im Massageraum. Frag einfach: Wie geht es dir gerade? Lass deinen Klienten ein bisschen erzählen.

4. Anliegen erforschen lassen: Nun stell die wichtige Frage: Was ist dein Anliegen für die Massage? Es ist so wichtig unserem Gegenüber den Raum zu geben, sich mitzuteilen. Immerhin hat er XY € bezahlt und möchte etwas dafür haben. Nur ist uns das oft gar nicht bewusst, was es auf tieferer Ebene ist, was wir lösen wollen. Deshalb geht es hier darum dieses Anliegen auf Körper-Geist-Seele-Ebene zu erforschen bzw. erforschen zu lassen.

  • Körper: Hier kannst du nach körperlichen Symptomen fragen. Ob es eine Diagnose gibt, die wichtig wäre zu berücksichtigen. Wann und wie oft körperliche Themen auftauchen. In welchen Situation sich die körperliche Thematik besonders zeigt.
  • Geist: Hier kannst du fragen welche Gedanken mit der körperlichen Thematik verknüpft sind. Das könnten zum Beispiel folgende Gedanken sein: „Ich muss immer Ja sagen und es allen recht machen. Nur dann erfahre ich Zuneigung und Wertschätzung.“ Dann ist es wichtig hier klar zu erkennen, dass dieses Gedankenmuster alt ist. Es ist aus der Kindheit und hat nichts mit der Realität zu tun. Allein dieser Prozess des Bewusstwerdung kann einen enormen Ballast abwerfen.
  • Seele/Gefühle: Du kannst einen Bezug zu den dazugehörigen Gefühlen herstellen, indem du vielleicht fragst: Wie fühlt sich dass an, wenn du das Gesagte bewusst fühlst? Welche Gefühle sind gerade da – wenn du in deinen Körper spürst – an der besagten Stelle im Nacken?

5. Situation erfragen: Gehe tiefer auf die Körper-Geist-Seele-Ebene ein und frage: In welchen Situationen tauchen deine Nackenbeschwerden besonders auf? Oder in welchen Situationen zeigt sich die und die Thematik? Vielleicht ist es, wenn der Chef sich zum zehnten Mal wiederholt und am Ende noch drei Überstunden erwartet und du JA sagst, obwohl du ihm aber lieber einen Vogel zeigen willst und zu deiner Verabredung mit deinem Schatz gehen würdest. In der Situation werden die drei ganzheitlichen Ebenen sehr greifbar und dein Klient kann gut seine alten Spannungsmuster erkennen.

6. Kontraindikationen oder Besonderheiten: Natürlich fragst du auch nach Kontraindikationen oder Besonderheiten. Bereiche, wo es wichtig ist achtsam zu sein. Vielleicht gibt es Krampfadern oder einen Bandscheibenvorfall. Vielleicht ist an mancher Stelle der Besuch bei einem Arzt, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, etc. sogar sinnvoller. Oder es gibt kitzelige Füße oder besonders empfindsame Körperstellen, die nicht berührt werden wollen. Es ist wichtig diese Dinge in einer Massage zu berücksichtigen und gleichzeitig schafft es Vertrauen.

7. Ablauf vorschlagen: Schlag vor, wie du in der Massage vorgehen möchtest und wo du Schwerpunkte setzen willst. Frag nach, ob das für deinen Klienten so passt und ob es noch einen Wunsch gibt.

8. Verbale Begleitung während der Massage: Wenn du massierst, bist du kontinuierlich in präsentem Kontakt und begleitest auch verbal. Indem du vielleicht an besagten Körperstellen, wie z. B. am schmerzenden Nacken fragst, wie sich die Berührung anfühlt – sowie die Tiefe und das Empfinden. Was passiert, wenn ich hier berühre. Das schult die bewusste Körperwahrnehmung. Du kannst auch Vorlagen machen, wie fühlt es sich eng oder weit an, durchlässig oder fest, entspannt oder angespannt, warm oder kalt. So wird dein Klient leichter in Alltagssituationen z. B. erkennen: Ah, das ist ja wieder dieses gute Gefühl. Denn es wird in mir warm, weit und kribbelig. Und so kann sich dieses Gefühl leichter ausbreiten und wachsen.

9. Wie war es: Nach der Massage sollst du Raum geben, um zu schauen was sich verändert hat. Dadurch entsteht die Möglichkeit, um das Vorher und Nachher bewusst zu spüren. Dies ist enorm wichtig, um das Neue ins Leben zu integrieren.

10. Übung/Empfehlung: Am Ende empfiehlst du deinem Klienten eine Übung für zuhause, die zu seinem Anliegen passt. Mach einen Vorschlag und frag nach, ob dein Klient etwas damit anfangen kann. 

Zufriedene Kunden erreichen wir, wenn wir mit der Massage auf ganzheitlicher Ebene Herzenswünsche erfüllen. Wenn Kunden lang ersehnte Ziele und Ergebnisse erreichen: Zufriedener, ausgeglichener, glücklicher, entspannter, bewusster, etc. zu werden durch deine Massagen. Um das zu erreichen kommst du am Klientengespräch nicht vorbei. Durch das gemeinsame Gespräch und die Umsetzung davon, werden sich Menschen ernst genommen und gut aufgehoben fühlen, sie kommen wieder und empfehlen dich von Herzen gerne weiter.

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Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem nächsten Klientengespräch!

Alles Liebe

Sabine

Über Sabine Zasche

Sabine Zasche ist Massage Expertin und Inhaberin von Raum für Bewusstsein. In ihren Massage-Ausbildungen lernen Massage-Erfahrene und -Neue, wie sie ganzheitliche Rebalancing-Massage glücklich und erfolgreich praktizieren. Hier findest du das passende Schnupperangebot. Oder melde dich jetzt für das Gratis-Webinar an.

2 Kommentare

  1. Anette Däuble

    Liebe Sabine, vielen Dank für diesen für mich sehr wertvollen Artikel. Du hast das führen des Klientengesprächs einfach und verständlich beschrieben, so dass ich jetzt einen tollen roten Faden habe der mir bisher ein wenig gefehlt hat.

    Bei mir ist gerade ein Knoten geplatzt und ich habe begriffen, dass ich ganz entspannt dabei sein darf und den Klienten einfach begleite, damit er selbst erkennt was ihm fehlt bzw. was er tun kann um sich besser zu fühlen und ein neues Körperbewusstsein zu erlangen.

    Vielen Dank Sabine für dein unermüdliches Schaffen und Wirken.

    Liebe Grüße Anette

    Antworten
    • Sabine Zasche

      Liebe Anette,
      juhuuu 🙂 Manchmal macht es einfach KLICK. Und dann ist es gelandet. Aber du hast ja fleißig gesät und geackert an dir. So konnte es jetzt auf fruchtbarem Boden bei dir landen. Dieses „Weniger ist mehr“ ist echt eine herausfordernde Übung. Ich spreche aus eigener Erfahrung.
      Danke für deine Wertschätzung.
      Herzlichst Sabine

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